Krapina

Krapina – Mittelpunkt der Gespanschaft Krapina-Zagorje

Krapina ist heute der kulturelle, politische und behördliche Mittelpunkt der  Gespanschaft Krapina-Zagorje, die 150.000 Einwohner hat und über ein Gebiet von 1264 km2 verfügt, was den Großteil des Gebiets „Hrvatsko Zagorje“ ausmacht. Die Verbindung mit Europa würde sich besonders mit der Standardisierung der Verkehrsverhältnisse und mit dem Bau der Autobahn E – 59, wie auch mit einem Teil des europäischen Straßensystems (Pyhrn-Strecke) verbessern. Heute hat das Gebiet der Stadt Krapina etwa13.000 Einwohner. Die Hauptindustriezweige sind Textil und Konfektion, Herstellung von Wohncontainern, Kachelöfen und Styropor, Herstellung des Materials für elektrische Installationen aus Kunststoffmassen, sowie Bautätigkeit, die auf Restaurierung klassischer Gebäude spezialisiert ist, mit Großteil an Gewerbeleistungen. In Krapina wird ein neues Geschäfts- und Kaufzentrum gebaut, am Markt werden nicht nur gewerbliche sondern auch intellektuelle Dienstleistungen angeboten, wie auch Werbe- und Konstruktionsbüros, rechtliche und finanzielle Dienstleistungen, ärztliche und zahnärztliche Dienstleistungen und Berufe für persönliche Dienstleistungen wie: Friseure, Fußpfleger, Kosmetiker, Fotografen, Kopierläden, Trockenreinigungsläden usw.
Der politische Mittelpunkt der Gespanschaft sein zu dürfen,verdankt Krapina seiner geschichtlichenBegründung. Die Gespanschaft von Krapina(Comitatus Crappinensis) wird bereits in der Urkunde vom Herzog Bela aus dem Jahr 1222 erwähnt, wo auch Petar, der Herzog vonKrapina, zum Oberhaupt der kroatischen adeligen Pfarre ernannt wird (Petar „comes de Crapuna“).Der kroatisch-ungarische König Sigismund erteilte 1399 der Stadt Krapina einen Grundbesitz (Castrum Carpone) und daneben auch dem Stadtoberhaupt den Titel des Großen Gespans der Gespanschaft von Zagorje. Während der Regierung des Banus Ivan Drašković fanden in Krapina um die Jahrhundertwende vom XVI. ins XVII. Jahrhundert fünf kroatische Parlamentssitzungen statt. Der Vater der HeimatAnte Starčević und der Bischof Juraj Strossmayer unterzeichneten in Krapina ein politisches Abkommen im Interesse Kroatiens. Heute ist die Gespanschaft Krapina - Zagrojeeine Landesverwaltungs- und Selbstverwaltungseinheit, die versucht, alle Ortschaften des Gebiets von Hrvatsko Zagorje zu vereinigen, jedoch die Autonomie der einzelnen Ortschaften gleichzeitig nicht zu verweigern, die aber den einzelnen Teilen die Gebietseinheit voranstellt, und die das Gebiet „Zagorje im Herzen hat“.
Falls Sie Zagorje besuchen wollen, ist der Herbst die schönste Zeit dafür, wenn die Tage klar, der Himmel blau und die Wälder goldensind... Die Landschaftsbilder sind zu dieser Zeit am schönsten. Von einem der Hügel können Sie sehen, wie sich grüne, braune, gelbe und andere Farben im Schaukelspiel abwechseln und mit weißen Wegen verflechten. Sie können aber auch die malerischen Dörfer verlassen und in Wäldern oder anderen stillen Ecken Ruhe finden,an Plätzen, wo man Sie nicht so leicht erblicken kann.Auf Hügeln können Sie hier und da zerstreute Häuser und Viehweiden erkennen. Der Wind bringt ihnen den Duft von Trauben aus den Weinbergen oder den Duft von Äpfeln aus Obstgärten. Und bald werden auch Kastanien in den Wäldern reifen.
Während man Zagorje von einem der Gipfel betrachtet, fühlt man sich, wenigstenseinen Augenblick lang, als der Schöpfer,als er mit Freude die Welt schuf, und„alles Böse, alle Schwierigkeiten und Zweifel werden auf einmal ganz klein...“ (Cesarić). Befinden sich die Kapellen von Zagorje gerade deswegen auf den höchsten Gipfeln?